
„Wir drucken jetzt mit der Sonderfarbe Pink!“
Eine besondere Druckmaschine mit „Extra Pink“ verrichtet jetzt bei den Nordeifel.Werkstätten ihren Dienst. Philipp Bungenberg, der mit Julie Decker das hauseigene Druckzentrum im Standort Kuchenheim leitet, macht für den Reporter extra die etwa fünf Meter lange Maschine auf. Er zeigt, dass dort statt der sonst üblichen vier Farben noch zusätzlich ein Drucker-Tank in Pink eingebaut ist.
„Dadurch können wir gerade im Rot- und Orange-Bereich viel lebendigere Farben drucken“, berichtet er und beweist es gleich mit zwei Flamingo-Fotos. Eines ist im üblichen Vier-Farb-Druck entstanden, das andere mit der Sonderfarbe Pink. Und die rosa Wassertiere auf dem Sonderfarbenbild sehen tatsächlich farblich viel schöner, intensiver und feiner abgestuft aus.
„Wir können natürlich auch andere Sonderfarben nutzen, etwa Weiß, damit könnte man dann weiße Schrift auf schwarzes Papier drucken. Gold oder Silber machen sich gut auf Urkunden.“ Das kleine technische Wunderwerk mit den Ausmaßen eines großen Kanus kann aber noch mehr. Etwa die Papierfarbe erkennen und den Druck daran anpassen. Philipp Bungenberg erklärt: „Recycling-Papier etwa hat einen leicht gelblichen Farbton, neues Papier ist normalerweise rein weiß.“

Die Maschine kann auch automatisch Papierformate erkennen, diese einmessen und so dafür sorgen, dass etwa beim beidseitigen Bedrucken auf beiden Seiten alles genau passt – ja, beidseitig bedrucken kann das gute Stück natürlich auch. Und falten und klammern kann die Druckmaschine ebenfalls. Wenn also unsere ZÜKK vom Druckzentrum gemacht wird, kommt auf der einen Seite Papier hinein, wird dann von beiden Seiten bedruckt, zwischendurch automatisch getrocknet, dann auf das richtige Maß zugeschnitten, gefaltet und dann in der gefalteten Mitte – man sagt auch am Rücken – geklammert. Und damit der Rücken auch gut aussieht, wird er noch etwas plattgeklopft, damit es mehr wie ein Buchrücken aussieht. Dann kommt auf der anderen Seite die fertige ZÜKK heraus.
Die Maschine kann Papier bis zu 70 Zentimeter Breite verarbeiten, ob kürzer etwa für Zeitschriften oder auch sehr lang für Banner. Philipp Bungenberg verrät, dass solche tollen Maschinen mit Sonderfarben-Druck etwas ganz Besonderes sind, die gibt es in Druckereien noch gar nicht so oft.

Und noch etwas Neues gibt es im Druckzentrum: Eine Kuvertier-Maschine. Kuvert ist das schwierige Wort für Briefumschlag. Man hätte die Maschine also auch „Briefumschlag-Eintüt-Maschine“ nennen können, denn genau das macht sie: Einen Briefbogen, einen Flyer oder meist beides zusammen erst einmal falten und dann in einen Briefumschlag stecken. Eintüten sagen manche Menschen auch dazu. Aber Kuvertier-Maschine klingt dann vielleicht doch besser.
Das alles kann die Maschine vollautomatisch, wie Philipp Bungenberg erklärt. Auf der einen Seite kommen die Briefumschläge in ein Fach, auf der anderen die Anschreiben und ein Flyer. Zuerst „nimmt“ sich die Maschine das Anschreiben, meist ein normales Blatt Papier, sowie den Flyer, legt beides übereinander und zieht beides zusammen dann ins Innere der Maschine. Innen drin wird das Anschreiben dann so um den Flyer gefaltet, dass alles in einen Briefumschlag passt. Den hat die Maschine schon von der anderen Seite nach innen gezogen und aufgemacht. Das gefaltete Anschreiben mit Flyer wird in den Umschlag geschoben. Ein Wassertank und vier Pinsel sorgen dafür, dass die Klebefläche des Umschlags angefeuchtet wird, dann wird der Umschlag verschlossen und kommt auf der anderen Seite fertig wieder heraus. Alles wird in Postkisten einsortiert, der DHL-Laster holt die Briefe dann ab und die Post verschickt sie. „Die Anschreiben drucken wir selbst. Der Kunde muss uns im Grunde nur die Daten übersenden, den Rest machen wir.“
Das Druckzentrum kann aber noch viel mehr. Von der Visitenkarte über Flyer bis zum großen Plakat drucken etwa. Oder Folienbeschriftungen für Autos oder Schaufenster herstellen. Und natürlich unsere ZÜKK drucken, deshalb hier einmal ein ganz herzliches Dankeschön an das Team für die tolle Arbeit!